Die steigenden Energiepreise in Deutschland

Die steigenden Energiepreise in Deutschland

Zurzeit gibt es viele wirtschaftliche Themen, die Deutschland und natürlich uns Menschen beschäftigen: die Pandemie, die Inflation, steigende Kosten und die Situation in der Ukraine. Diese und diverse weitere Themen haben vielfältige Auswirkungen auf das Leben, die Wirtschaft und auch auf die finanzielle Situation. Unter anderem im Zuge der Pandemie ist auch die Inflation ein bedeutsames Thema. Auch die Ressourcenknappheit führt zu steigenden Preisen. Ein weiterer steigender Kostenfaktor sind die Energiepreise in Deutschland. Bereits Ende des Jahres 2021 sind die Kosten für Gas, Strom und Öl stark gestiegen. 

Die Energiekosten für die Heizung und Benzin sind in den letzten Wochen noch stärker gestiegen und haben Höchststände erreicht.

Die Strompreise in Deutschland sind mit am teuersten. Inzwischen gilt es jegliche Verträge zu vergleichen und möglicherweise den Anbietenden zu wechseln, um vergleichsweise günstig davon zu kommen. Dennoch können auch insbesondere Neukundenkonditionen sehr teuer sein. Im Kreditvergleich werden verschiedene Kredite beispielsweise in einer Liste miteinander verglichen. Die Aspekte, die ein Angebot definieren, sind stets wichtig zu betrachten. Dies ist in Anbetracht der Höchstwerte der Energiepreise auch empfehlenswert: Konditionen, Anbieter, Faktoren und Rahmenbedingungen vergleichen. 

Aus welchen Gründen steigen die Energiepreise so stark an? 

Bereits 2021 sind die Energiepreise gestiegen. Ein Grund waren zu Beginn des Jahres 2021 die gestiegenen Preise des europäischen CO2-Emissionshandels. Dabei müssten Industrieunternehmen und Kraftwerksbetreiber für den CO2-Ausstoß Emissionszertifikate vorhalten. Diese CO2-Bepreisung führt zu einer teureren Energieproduktion. Durch diese Kosten hat sich unter anderem die Stromerzeugung in Kohlekraftwerken und in Gaskraftwerken verteuert. Mit der Verteuerung solcher fossiler Energie ist jedoch gleichzeitig auch das Ziel, den Ausbau von erneuerbaren Energien zu fördern. 

Im weiteren Verlauf sind die stark gestiegenen Rohstoffpreise ein weiterer schwerwiegender Faktor. Die Brennstoffe Kohle und Gas für die Produktion von Strom sind um einiges teurer geworden, sodass Energiekonzerne mehr bezahlen müssen. 

Dadurch ist die Energieproduktion kostenintensiver geworden.

Dies wirkt sich auf die Großhandelspreise aus. Das folgende Beispiel zeigt die Auswirkungen der weiterhin steigenden Strompreise im Vergleich von 2021 zu 2022.

Durchschnittliche Stromkosten 2021Durchschnittliche Stromkosten März 2022 bei Neuverträgen
31,9 Cent pro Kilowattstunde (kWh)41,0 Cent pro Kilowattstunde (kWh)

Nicht nur in Bezug auf Strom, sondern auch in Bezug auf Gas herrscht eine Knappheit vor. Die Gasspeicher Europas sind ungewöhnlich leer und das Angebot ist begrenzt. Ein weiterer Verstärker dieser Situation ist die Lage zwischen Ukraine und Russland. Es wird weniger Gas von Russland – als wichtiger Gaslieferant – über die Pipelines durch die Ukraine nach Europa geliefert. Das knappe Angebot und die angespannte Situation sowie die Folgen der Pandemie führen zu den starken Preissprüngen. Die hohen Großhandelspreise werden letztendlich bei den Endkund:innen ankommen. Dies ist vergleichbar mit der Lage auf dem Kreditmarkt. Sobald die Leitzinsen von der EZB, die Europäische Zentralbank, gesenkt werden, so werden Kredite zu günstigeren Konditionen angeboten. Geld leihen ist somit günstiger und leichter, sodass dies auch kurzfristig und sofort möglich ist. Das Beispiel anhand des Kreditmarktes zeigt auf, wie vernetzt und abhängig diverse Parteien von einer Entscheidung sind und wie viel eine Veränderung beeinflussen kann. 

Aus welchen Gruenden steigen die Energiepreise so stark an

Wie wird reagiert? 

Im Zuge der steigenden Energiepreise sind verschiedene Vorschläge im Umlauf, um Verbraucher:innen an dieser Stelle zu entlasten. Dazu zählt beispielsweise die Abschaffung der EEG-Umlage. Diese stammt aus dem Jahr 2000 und wird auch Ökostromumlage genannt, da sie dazu dient, den Ausbau von Solar-, Biomasse-, Wasser- und Windkraftwerken zu fördern und zu finanzieren. Somit wird mit dieser Umlage der Ausbau erneuerbarer Energien finanziert. Die Umlage wird bei Endkund:innen über die Stromrechnung erhoben. Der Wegfall dieser EEG-Umlage dient im nächsten Schritt der Entlastung der Strom beziehenden Unternehmen. Somit ist die Weitergabe der Entlastung an die Stromkund: innen unerlässlich und geplant. Zum 1. Juli 2022 soll die EEG-Umlage über die Stromrechnung wegfallen. 
Darüber hinaus plant Deutschland eine sogenannte Energiepreispauschale als Teil eines Maßnahmenpakets auf den Weg zu bringen. Die gestiegenen Energiepreise, aber auch die Inflation und das damit einhergehende erhöhte Inflationsrisiko sind aktuelle und wichtige Themen. Damit sollen alle einkommensteuerpflichtige Erwerbstätige mit 300 Euro entlastet werden. Zudem soll auf der einen Seite auch die Energiesteuer abgesenkt werden und auf der anderen Seite ist ein Einmalbonus für das Kindergeld geplant. Die Preise im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) sollen reduziert werden. Ganz speziell ist ein Ticket zum Sparpreis für den ÖPNV in Überlegung. Damit sollen Verbraucher:innen bei den steigenden Kosten für Benzin entlastet werden.

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Andreas Linde hat mehr als 7 Jahre Erfahrung mit dem Kreditmarkt und weiß alles über den effektiven Jahreszinns, Annuitätendarlehen, Tilgungsdarlehen, Obligationen und andere relevante Begriffe, die mit Krediten zu tun haben.
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