Steigende Lebensmittelpreise

Steigende Lebensmittelpreise

Eine Gurke, Weizenmehl, 1 Liter Milch oder Öle – all diese Produkte haben eins gemeinsam: Die Preise für diese Lebensmittel sind gestiegen. Insbesondere in letzter Zeit sind die steigenden Lebensmittelpreise deutlich spürbar. Für den Großeinkauf oder die Einkäufe zwischendurch müssen mittlerweile mehr Ausgaben eingeplant werden, da die Gesamtkosten für die Lebensmittel höher ausfallen.

Warum sind die Lebensmittelpreise kürzlich so stark gestiegen?

Die gestiegenen Lebensmittelpreise sind auf verschiedene Ursachen zurückzuführen. Ganz allgemein befinden sich die Kosten für Nahrungsmittel auf dem höchsten Stand in den letzten Jahrzehnten. Viele Aspekte wirken auf die Lebensmittelwirtschaft. Treiber dafür die pandemischen Bedingungen und Effekte, aber auch ganz grundsätzlich gestiegenen Kosten für Düngemittel, Energie sowie erhöhte Personalkosten im Zuge Arbeitskräftemangel auf der einen Seite und dem Mindestlohn auf der anderen Seite. Doch die aktuellen Ereignisse rund um den Krieg in der Ukraine haben akute Auswirkungen auf die Kosten für Lebensmittel.

Die Situation wirkt sich auf die gesamte Weltwirtschaft aus und führt zu einem erneuten und sprunghaften Preisanstieg.

Die Ukraine und Russland sind bedeutsame Getreidelieferanten. Die Exporte aus beiden Ländern fehlen seit Beginn des Krieges auf dem Weltmarkt und es wird davon ausgegangen, dass dies zunächst so bleibt. Die hohe Produktnachfrage und die wirtschaftlichen Bedingungen, eine mögliche Knappheit und steigende Kosten führen zu erhöhten Preisen in der gesamten Lebensmittelindustrie. Die Zusammenhänge hierbei sind dennoch auch stark zusammenhängend, komplex und auch dynamisch. Wirtschaftliche Zusammenhänge können oftmals stark vernetzt sein und in großen Abhängigkeiten voneinander stehen. Um ein weiteres Beispiel heran zu ziehen, lässt sich der Kreditmarkt betrachten. Konditionen und Gegebenheiten verändern sich auch hier stetig. Deshalb müssen im Kreditvergleich verschiedene Faktoren einbezogen werden, um die Übersicht zu behalten und Unterschiede, aber auch Zusammenhänge zu erkennen. Denn Zinssätze oder Anbieter-spezifische Konditionen variieren. Dies geschieht nicht nur aufgrund des Unternehmens selbst, sondern auch im Zuge von externen Änderungen auf dem Kreditmarkt, der Geldpolitik und dem Wettbewerb.

Die gängigen Discounter in Deutschland haben bereits begonnen, die Preise zu erhöhen. Steigende Kosten auf dem Weltmarkt führen letztendlich zu erhöhten Preisen für die Verbraucher:innen. Die aktuelle Lage bereitet weitere Herausforderungen in der Lieferkette und Schwierigkeiten in der Rohstoffbeschaffung. Letztendlich müssen daher die Preise für einige Produkte im Sortiment von Discountern und Supermärkten erhöht werden. Das allgemeine Preisniveau steigt und somit auch die Inflation in Deutschland.

Die aktuelle Marktsituation führt zu Veränderungen der Kosten im Einkauf, wodurch die Verkaufspreise erhöht werden müssen.

Übersichtlich dargestellt liegt der sprunghafte Preisanstieg von Nahrungsmitteln folgenden Faktoren zugrunde:

  • Erhöhte Preise für Energieprodukte – Gas, Heizöl, Diesel und Benzin
  • Der Ukraine-Konflikt
  • Schwierigkeiten in der Lieferkette und der Rohstoffbeschaffung
  • Knappheit an Düngemitteln und Futtermitteln
  • Hohe Kosten für Personal und ein zeitgleicher Arbeitskräftemangel
  • Allgemeine Marktbedingungen in der Weltwirtschaft

Welche Auswirkungen spüren wir?

Weizen, Öle und und auch Mais sind derzeit knapp, schnell ausverkauft und dementsprechend auch teurer geworden. Hierbei steuern nur das knappe Angebot und die hohe Nachfrage die Preise sowie die Ressourcenknappheit und Exportsituation durch den Ukraine-Konflikt. Da insbesondere Mais häufig an Tiere verfüttert wird, steigen die Futterkosten in der Landwirtschaft. Dies hat somit wiederum Auswirkungen auf die Preise für Milchprodukte und Fleisch. So wie auf allen Märkten haben auch die Konsument:innen Effekte auf die Kosten, Zinsen oder Konditionen. Denn so wie auch beim Geld leihen werden die Zinskosten unter anderem durch das Angebot und die Nachfrage bestimmt. Dadurch können sich nicht nur die Sollzinsen, sondern auch die Effektivzinsen entsprechend ändern. Für einen aussagekräftigen Vergleich, sollten in diesem Kredit-spezifischen Fall insbesondere die Effektivzinsen betrachtet werden. Im weiteren Verlauf der gestiegenen Preise steigen auch die Kosten für andere Produkte, da Verbraucher:innen versuchen auf Alternativen zurückzugreifen. Die erhöhte Nachfrage führt hierbei zu höheren Preisen. Laut dem Statistischen Bundesamt sind die Preise in allen Lebensmittelgruppen gestiegen.

Steigende Lebensmittelpreise

Was können wir tun?

Eine Knappheit bei Ölen oder Weizenmehl ist vielmehr auf Lieferengpässe durch die aktuelle Situation im Ukraine-Krieg zurückzuführen als auf eine tatsächliche Notsituation. Hamsterkäufe sind daher auch nicht nötig. Im Gegensatz dazu führen sie vielmehr zu künstlichen Engpässen der Produkte, da die starke Nachfrage in Kombination mit Schwierigkeiten in der Lieferkette nicht einwandfrei kompatibel sind.

Es gilt hingegen möglichst bewusst mit Lebensmitteln umzugehen, saisonale Produkte zu kaufen, Angebote zu nutzen und geplant, somit mit einer Einkaufsliste einkaufen zu gehen. Wir können uns zudem mit dem hohen Inflationsrisiko auseinandersetzen und über mögliche persönliche Maßnahmen nachdenken. Darüber hinaus wird auch der Druck auf die Politik höher und es werden Entlastungen für Verbraucher:innen gefordert. Im Zuge der erhöhten Kosten für Diesel und Benzin ist für Deutschland derzeit ein 3-monatiges 9-Euro-Ticket für den öffentlichen Nah- und Fernverkehr im Gespräch. Auch in Bezug auf die gestiegenen Lebensmittelpreise ist es empfehlenswert, solche Veränderungen im Blick zu behalten.

Andreas Linde
Von
Andreas Linde hat mehr als 7 Jahre Erfahrung mit dem Kreditmarkt und weiß alles über den effektiven Jahreszinns, Annuitätendarlehen, Tilgungsdarlehen, Obligationen und andere relevante Begriffe, die mit Krediten zu tun haben.
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