Fachbegriffe rund um die Finanzen – Basis Definitionen

Mit diesem Guide zu Fachbegriffen rund um das Thema Finanzen wollen wir Ihnen eine Wissensgrundlage mit einigen Erklärungen und Definitionen bieten, die somit eine Art Hilfestellung sein kann. 

Konto & Karte: 

Tagesgeldkonto: Tagesgeldkonten sind Konten für die Geldanlage und sind eine Ergänzung zu Girokonten, da sich die Zwecke beider Konten unterscheiden. Über ein Girokonto läuft der tagtägliche Zahlungsverkehr. Ein Tagesgeldkonto unterscheidet sich von einem Girokonto insofern, als dass keine externen Überweisungen möglich sind. Die Geldbeträge des Tagesgeldkontos stehen flexibel zur Verfügung. Für das Geld auf dem Tagesgeldkonto werden Tagesgeldzinsen ausgezahlt. Daher dient es der Geldanlage, auf welches jedoch ein ständiger Zugriff möglich ist. Aufgrund des niedrigen Zinsniveaus lässt sich das gesparte Geld auf Tagesgeldkonten jedoch nicht mehr ohne Weiteres vermehren. 

Dispositionskredit: Ein Dispositionskredit wird auf Girokonten von Banken eingeräumt. Es dient der kurzfristigen Überbrückung finanzieller Engpässe, da es Kund*innen erlaubt, ein Konto zu überziehen, sodass es in den Minusbereich rutscht. Daher wird sich in diesem Fall Geld von der Bank geliehen und somit ein Kredit aufgenommen, bei denen Sollzinsen gezahlt werden müssen. Die Höhe des möglichen Dispos variiert und hängt von der Kreditwürdigkeit ab.  

Definitionen Finanzen

Kredite und Co.: 

Ratenkredit: Bei einem Ratenkredit handelt es sich um einen Kredit, der in Raten, also in Teilzahlungen zurückgezahlt wird. In der Regel werden Ratenkredite mit gleichbleibenden Raten innerhalb einer vorab vereinbarten Laufzeit in definierten Intervallen abbezahlt. Der Ratenkredit ist die häufigste Form des Verbraucherkredits und ist die verbreitetste Form der Finanzierung. Die zurückzuzahlenden Raten bestehen aus der Tilgung (nächster Punkt) sowie dem Effektivzins. Je länger die Laufzeit, desto niedriger sind die monatlichen Raten, jedoch umso höher sind die Gesamtzinsen. 

Tilgung: Als Tilgung wird die Rückzahlung der Schulden bezeichnet. Die Tilgung kann in einzelnen Raten wie bei dem Ratenkredit oder in einem Gesamtbetrag erfolgen. Die reine Tilgungsrate beinhaltet keine Zinsen. Die Rückzahlungsrate für den Kredit setzt sich somit aus der Tilgung und Zinsen zusammen. Innerhalb der Laufzeit des Ratenkredits können sich dabei der Tilgungsanteil und der Zinsanteil ändern. 

Sollzins: Der reine Zins, der für den Kredit zu zahlen ist. Er wird in Prozent angegeben und wurde bis zu der neuen Verbraucherkreditrichtlinie von 2010 als Nominalzins bezeichnet. 

TilgungSollzinsEffektivzins
Rückzahlung von SchuldenReiner ZinsGesamtkosten des Kredites

Effektivzins: Der Effektivzins stellt die Gesamtkosten für einen Kredit oder ein Darlehen dar und beinhaltet daher nicht nur den reinen Zinssatz, sondern auch Nebenkosten und Bearbeitungsgebühren. 

Annuitätendarlehen: Bei einem Annuitätendarlehen handelt es sich um ein Darlehen mit festgelegt regelmäßigen und konstanten Beträgen für die Rückzahlung. Demnach ist der Sollzins gebunden und die zu zahlende Rate ist während der gesamten Laufzeit des Darlehens gleichbleibend hoch. Dies ist gegensätzlich zum Ratenkredit, bei dem die Ratenhöhe variiert. Dennoch setzt sich auf die Annuitätenrate, beziehungsweise Annuität aus dem Tilgungsanteil und dem Zinsanteil zusammen.

Jede getilgte Rate verringert die verbleibende Restschuld, wodurch sich der Zinsanteil dementsprechend stetig verringert.

Um eine gleichbleibende Rate zu gewährleisten, steigt der Tilgungsanteil um die ersparten Zinsen an. Daher ist auch ein Darlehensvergleich essenziell

Der Ratenkredit und das Annuitätendarlehen sind die gängigsten Kredit, beziehungsweise Darlehensformen. Dennoch gibt es auch innerhalb der Kredite Variationen und es noch weitere Darlehensformen. Diese werden wir zukünftig in einem weiteren Artikel thematisieren.